Jahreslosung 2008

 
 
Christus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben. (Jh. 14,19)
 
     
 
 
in der Lagune von Venedig
 
     
 

Der Herr verspricht's:
Am Ende steht das Leben!
Da ändern Tod und Teufel nichts daran!
Mag es auch hier und heute Dunkel geben,
es kommt die Zeit,
da bricht der Morgen an!

Da wird ein Glück die Seele ganz erfüllen,
das wir vor Zeiten kannten als ein Kind...
Und Geist von Gott wird sich in uns enthüllen,
bis unsre Wesen ganz durchdrungen sind.

Auch wird ein Lachen unsern Mund bewegen
und tief im Herzen nur noch Freude sein!
Wir werden Angst und Trauer niederlegen
und gehen leicht in Gottes Himmel ein!

Und werden leben, jubeln, schauen, singen...
Kein Abend fällt, der diesen Tag begrenzt!
Erlösung, Heil, das ganze All ein Klingen...
das Ziel der Zeit von Gottes Licht beglänzt.

Hier will man sein.
Hier muss der Tag nicht enden,
der doch nur Freude, Überschwang beschert!
Für alle Ewigkeit in Gottes guten Händen!
Gerettet, frei, zum Vater heimgekehrt!

 
     
 
in Baden Baden an der Oos
 
 
Wir sind befangen,
voller Angst und Sorgen,
wenn wir ans Ende denken,
das uns droht:
Dies alles lassen,
sterben und kein Morgen...
Ins dunkle Grabund
ewig kalt und tot...

Das schreckt und treibt-
vielleicht damit wir sehen,
was uns geschenkt,
wie groß die Gabe misst:
Wir sollen nicht versinken
und vergehen,
weil einer schon
für uns gestorben ist.

Der sagt uns zu,
dass hinter Todes Schrecken
ein neues Land,
das Leben selbst, beginnt.
Wer ihm vertraut, der soll,
der wird entdecken,
wie er durch Glauben
Ewigkeit gewinnt.

Und anders nicht.
Dem Glauben ist's versprochen!
Und nur ein Wort,
das uns vom Leben spricht.
Doch wissen wir:
Er hat's noch nie gebrochen,
und was er sagt
und tut bertrügt uns nicht!

So mag die Angst,
der dunkle Ausblick weichen:
Es ist der Tod nicht,
der uns einst umhüllt!
Es sei der Christus selbst
für uns das Zeichen,
dass sich für uns,
was er verheißt, erfüllt.
 
 


© Autor: Pfarrer Manfred Günther - Fotos: Lothar Walter