Jahreslosung 2005
 
     
     
     
     
 

Ein Weg liegt vor mir. Mein Lebensweg. Wohin er mich führen wird, weiß ich nicht. Was wird hinter der nächsten Wegbiegung auf mich warten, was hinter den Bergen, die sich am Horizont abzeichnen? Wird es ein Spaziergang, eine mühsame Wanderung oder gar ein steiniger Weg?

Ich höre, was Jesus zu Petrus sagt, als ihre Lebenswege sich trennen. Jesus muss den Weg ins Leiden gehen: Die Einsamkeit im Garten Gethsemane, die Gefangennahme, die Verhöre vor Pilatus, dem Hohen Rat und Herodes, die Verurteilung zum Tod, die Kreuzigung auf Golgatha. Und der Weg des Petrus? Es ist ein schwerer Weg, der ihn über die Müdigkeit im Garten und die Verleugnung Jesu zur Verzweiflung des Karfreitags führt. Bevor sich ihre Wege trennen, spricht Jesus seinem Jünger diese Worte zu: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre." Jesus begleitet den schweren Weg des Petrus mit seiner Fürbitte. Und diese Fürbitte trägt ihn ? über den dunkeln Karfreitag hinaus und macht ihn zum mutigen Glaubenszeugen bis zu seinem Märtyrertod.

Jesu stärkende Fürbitte begleitet auch meinen Lebensweg. Menschen begleiten mich mit ihrer Fürbitte im Namen Jesu. So kann ich meinen Weg gestärkt gehen ? im vertrauenden Glauben an den Gott, der jeden Weg meines Lebens mitgehen kann. Welch ein ermutigendes Wort!

 
     
 

Ulrich Fischer

 

© Gustav Adolf Werk in Baden, Foto: Gerhard Döring